12-Jan-2015: Diese Seite befindet sich derzeit im Umbau … wir würden uns freuen, wenn du in ein paar Tagen wieder vorbei schaust.

 

Solidaritätsbrücke_Rojava_Berlin

Diese Webpage möchte einen kleinen Beitrag zur politischen und humanitären Hilfe für das vom Islamischen Staat bedrohte syrisch-kurdische Rojava liefern.

fact finding mission.2014

Schon im Oktober 2014 besuchte eine Gruppe Mediziner, Sozialwissenschaftler und Journalisten das Rojava-Kanton Cizîrê. Die mehrwöchige Reise war als eine fact finding mission mit zwei Arbeitsschwerpunkten konzipiert:

1.) Die Gruppe sollte die medizinische Versorgungslage untersuchen und Ansatzpunkte für eine effektive und langfristige Hilfe finden. In Rojava sind kaum Hilfsorganisationen aktiv. Aus Sorge vor Entführungen und Terror durch den IS haben die meisten NGOs ihre MitarbeiterInnen abgezogen. Zudem behindert das Handels-Embargo durch die Türkei und durch die Regierung der kurdischen Autonomie Region im Irak, alle Hilfslieferungen nach Rojava. Entsprechend unklar ist oft, was die zahlreichen Flüchtlinge dort brauchen oder ob die spärlich organisierte Hilfe überhaupt dort ankommt.

2.) Zu den Aufgaben einer fact finding mission gehört es die Rahmenbedingungen, unter denen Hilfe organisiert werden kann, zu untersuchen. Der zweite Arbeitsschwerpunkt lag darin, mehr über die politisch-kulturellen Umbrüche in Rojava zu erfahren.

 

Alle Erkenntnisse und Ergebnisse der fact finding mission werden gerne mit interessierten Hilfsorganisationen und Personen geteilt. Neben den Gesprächen mit Mulitiplikatoren und NGOs, hat die Gruppe auch mehere Informationsveranstaltungen durchgeführt.

 

Solidaritätsbrücke.2015

Mit den Ergebnissen der fact finding mission wird nun die Solidaritätsbrücke organisiert. Gemeinsam mit der humanitären Hilfsorganisation PHNX aus Berlin, wird die Reise von medizinischem und technischem Fachpersonal vorbereitet.

Medic-Teams

Eines der drängendsten Probleme in Rojava ist der akute Mangel an medizinischen Fachkräften. Oft können lebenswichtige Operationen nicht durchführt werden, weil die entsprechenden Ärzte fehlen. Zu diesem Zweck stellen wir kleine Gruppen zusammen, die über die Expertise und Erfahrung verfügen, auch unter schwierigen Bedingungen arbeiten zu können. Die Teams werden hier mit dem medizinischen Material ausgestattet. Begelitet von einem Dolmetscher führen sie vor Ort in vorbereiteten OP´s die notwendigen Maßnahmen durch. Dabei arbeiten die Teams mit dem kurdischen roten Halbmond “Heyva Sor a Kurd” zusammen.

Im Dezember 2014 konnte bereits die Reise eines Chirurgen nach Rojava organisiert werden. In den nächsten Monaten werden weitere MEDIC-Gruppen folgen.
Rojava_Berlin_Medic-Teams

TECH-Teams

Für das zweite Halbjahr 2015 ist die Reise eines ersten Tech-Team geplant. Jenseits der medizinischen Direkthilfe wird vor Ort auch Unterstützung bei der Bewältigung der zahlreichen technischen Problemen gewünscht. Es gibt massive Probleme bei der Energie-und Wasserversorgung. Viele Klärwerke funktionieren nicht, die Abwasser- und Abfallentsorgung bereitet große ökologische Probleme. Ausrüstung, Wegzeuge und Ersatzteilen fehlen. Beispielsweise hat die Feuerwehr in Rojavas größter Stadt Qamishlo, nur zwei funktionstüchtige Löschfahrzeuge und keine entsprechende Schutzbekleidung. Das für Journalisten besonders wichtige Internet funktioniert nur sehr eingeschränkt. Die Verbindung ist auf türkische Server angewiesen, die zum Teil zensiert werden.

 

Wir freuen uns über Unterstützung! Kontakt via: rojava@phnx.berlin, 0176 – 66 82 79 00.

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